EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Hofermühle von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung 1901 begannen die Bauarbeiten an der „Angertalbahn“, über die die großen Kalksteinvorkommen in der Region zu den Hütten im Ruhrgebiet abtransportiert werden sollten. In 26 Monaten wurde die Bahntrasse durch das enge und sumpfige Angertal von hunderten Gastarbeitern, vorwiegend aus Italien, gebaut. Dafür musste der Untergrund aus dem Abraum der Kalksteinbrüche befestigt und 14 Brücken sowie Unterführungen errichtet werden. Am 28. Mai 1903 eröffnete die Preußische Staatsbahn (P.St.B) die 17,22 Kilometer lange Strecke zwischen Ratingen West und Wülfrath. Der Bahnhof ging am gleichen Tag in Betrieb.

Das Empfangsgebäude Hofermühle

Das traufenständige, einstöckige und verschieferte Fachwerkgebäude mit Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) an der Ortsseite, besaß ein auskragendes Satteldach mit Schwebegiebeln. Östlich neben dem Giebelrisalit entstand ein weiterer Anbau. Der Baustil entspricht den Gebäuden des „Bergischen Lands“. Da der Bahnhof außerhalb einer Ortschaft lag, war eine Wohnung für den Stationsvorsteher im Gebäude eingerichtet worden. Ein kleiner Warteraum mit kombiniertem Fahrkarten- und Gepäckschalter ergänzte die Räumlichkeiten. Ein Güterschuppenanbau aus Backsteinfachwerk mit Seitenrampen entstand am westlichen Gebäudegiebel. Die Gleisanlage bestand neben einem Umfahrgleis aus weiteren vier Gleisen, einem Ladegleis zum Güterschuppen sowie ein Freiladegleis. Es gab einen Haus- und einen Schüttbahnsteig am Gleis 2. Ein Gleisanschluss führte zu einem Kalkwerk. Für den Güterverkehr war der Bahnhof nur eingeschränkt nutzbar, da er keine Kopframpe (OK) besaß. Er gehörte 1938 zur Rangklasse IV. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1923 wurde ein Stellwerksanbau auf dem Hausbahnsteig errichtet. 1926 entstand ein Stellwerksgebäude [Wb] im Bahnhof. 1952 stellte die Deutsche Bundesbahn (DB) den Personenverkehr ein. 1960 nahm die DB das Stellwerk von 1926 aus dem Betrieb und ließ es abreißen. Im August 2000 wurden die Gleise bis auf das Streckengleis zurückgebaut. Durch den Transport von Kalkstein gehört die „Angertalbahn“ heute zu den meist befahrenen Güterstrecken in Deutschland. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude und der Güterschuppen des einst wichtigsten Bahnhofs der „Angertalbahn“ wurde an eine Privatperson verkauft und sind bis heute erhalten. Eisenbahnfahrt von Hofermühle nach Ratingen Projekt des WDR
Bilder Hofermühle
Luftaufnahme
ahnbauten mehr zum Thema hier  B Angertalbahn Ratingen West Wülfrath

Bahnstation Hofermühle

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